Eine Studie der Universität Leipzig, die von deutschen Glücksspielverbänden in Auftrag gegeben wurde, zeigt, dass fast die Hälfte des Online-Glücksspiels in Deutschland von nicht lizenzierten Anbietern durchgeführt wird, was Bedenken über die Wirksamkeit der aktuellen Vorschriften und den Verlust potenzieller Steuereinnahmen aufkommen lässt.
Wie iGB News kürzlich berichtete, schlug eine aktuelle Studie der Universität Leipzig, die vom Deutschen Online Casino Verband (DOCV) und dem Deutschen Sportwettenverband (DSWV) in Auftrag gegeben wurde, Alarm, was die Verbreitung von nicht lizenzierten Online-Glücksspielen in Deutschland angeht. Die von dem Wirtschaftswissenschaftler Gunther Schnabl geleitete Untersuchung zeigt, dass ein erheblicher Teil des Online-Glücksspiels in Deutschland an den lizenzierten Anbietern vorbeigeht.
Obwohl der Glücksspielstaatsvertrag im Juli 2021 eingeführt wurde, zeigt die Studie, dass sein Hauptziel, das Online-Glücksspiel auf lizenzierte Seiten zu lenken, verfehlt wird. Der DOCV und der DSWV fordern die Glücksspielbehörde (GGL) auf, die Attraktivität der regulierten Casinos zu erhöhen, um dieses Problem zu bekämpfen.
Die Studie skizziert Kriterien zur Definition illegaler Glücksspielseiten, darunter die Erreichbarkeit von einer deutschen IP-Adresse ohne VPN, die Verfügbarkeit in deutscher Sprache und die Akzeptanz von deutschen Gesprächen bei der Registrierung. Die Studie schätzt, dass im März 2023 nur 50,7 % der Spieler regulierte Online-Räume nutzen, 28,9 % rufen unlizenzierte EU-Anbieter auf und 19,9 % greifen auf Offshore-Anbieter zu. Man geht davon aus, dass drei Viertel der Einnahmen aus Online-Glücksspielen auf dem Schwarzmarkt erzielt werden, was zu erheblichen Steuerausfällen führt.
Die Studie führt die Beliebtheit des Schwarzmarkts auf den leichten Zugang und die weit verbreitete Online-Werbung von nicht lizenzierten Anbietern zurück. Außerdem wird hervorgehoben, dass übermäßige Beschränkungen bei Einsatzlimits und Boni auf dem regulierten Markt dessen Wettbewerbsfähigkeit schmälern und die Spieler zu flexibleren, nicht lizenzierten Alternativen treiben.
Eine vom Bundestag in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass etwa 2,3 % der deutschen Bevölkerung zwischen 18 und 70 Jahren von Glücksspielschäden betroffen sind. Das sind 7,7 % aller Glücksspieler, was ungefähr 1,3 Millionen Menschen entspricht. Spielautomaten sind die Hauptursache für problematisches Glücksspiel: Vier von zehn Automatenspielern sind gefährdet, Schaden zu nehmen.
Der DOCV und der DSWV sprechen sich für sofortige Maßnahmen als Reaktion auf diese Erkenntnisse aus. Sie empfehlen eine umfassende Überprüfung des aktuellen Regulierungsrahmens durch die GGL und schlagen vor, die Zusammenarbeit zwischen den regulierten Branchen, politischen Instanzen und Interessengruppen zu fördern. Eine verbesserte Besteuerung und eine flexiblere Regulierung werden ebenfalls vorgeschlagen, um das lizenzierte Umfeld für Spieler attraktiver zu machen.
Branchenexperten betonen, wie wichtig es ist, einen wettbewerbsfähigen, regulierten Markt zu schaffen, um den Einfluss des Schwarzmarktes zu bekämpfen. Wes Himes vom Betting and Gaming Council betonte diesen Ansatz auf der Bundeskonferenz zum Glücksspielwesen und wies auf die Notwendigkeit von Regulierungsreformen hin, um Spieler zu schützen und entgangene Steuereinnahmen zurückzugewinnen.
Die Studie der Universität Leipzig unterstreicht ein kritisches Problem im deutschen Online-Glücksspielsektor, da ein erheblicher Teil der Aktivitäten auf nicht lizenzierten Plattformen stattfindet. Sie fordert regulatorische Anpassungen, um Spieler auf den lizenzierten Markt umzuleiten, die Sicherheit der Spieler zu erhöhen und potenzielle Steuervorteile zu sichern.
OnlineCasinoReports ist ein führender unabhängiger Anbieter von Online-Glücksspielseiten, der seit 1997 vertrauenswürdige Online-Casinobewertungen, Nachrichten, Leitfäden und Glücksspielinformationen bereitstellt.
Abonnieren Sie unseren Newsletter
Erhalten Sie Neuigkeiten über exklusive Boni und Sonderaktionen.
Wichtiger Hinweis
Durch Ihren Besuch auf dieser Website bestätigen Sie, dass Sie über 18 Jahre alt sind, und Sie geben Ihr Einverständnis, dass wir Cookies setzen dürfen. Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern, personalisierte Werbung oder Inhalte anzuzeigen und unseren Datenverkehr zu analysieren. Mehr lesen